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Person · Scottish-German composer

Eugen d’Albert

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1864–1932
Origin
Germany
Biography

Eugène Francis Charles d’Albert, kurz Eugen d’Albert (* 10. April 1864 in Glasgow; † 3. März 1932 in Riga) war ein britisch-schweizerischer Komponist und Pianist französisch-englischer Abstammung.

D’Albert war der Sohn des Ballettkomponisten Charles d’Albert (1809–1886), der in Deutschland als Sohn eines französischen Vaters und einer englischen Mutter geboren worden war. Unter seinen Vorfahren befinden sich die italienischen Komponisten Giuseppe Matteo Alberti (1685–1751) und Domenico Alberti (um 1710–1740). Eugen D’Albert besaß bis 1918 die britische Staatsbürgerschaft und nahm dann die schweizerische an. Zeitweise lebte er in Lugano. Er fühlte sich jedoch Deutschland verbunden, beherrschte die deutsche Sprache, vertonte ausschließlich deutsche Texte und bevorzugte die deutsche Form seines Vornamens.

Er erhielt Musikunterricht von seinem Vater, kam mit zehn Jahren an die New Music School in London und war dort Klavierschüler von Ernst Pauer, der von den pianistischen Fähigkeiten dieses Schülers beeindruckt war.

1881 lernte d’Albert Franz Liszt kennen, dessen Schüler er in Weimar wurde. Zahlreiche Konzertreisen schlossen sich an diese Ausbildung an, und d’Albert wurde besonders als Interpret der Werke Johann Sebastian Bachs und Ludwig van Beethovens berühmt. Sein Interpretationsstil wurzelte noch ganz in der Virtuosentradition des 19. Jahrhunderts. Das gilt auch für seine Bach-Bearbeitungen.

1884 ließ er sich mit seiner ersten Frau Luise geborene Salingré in Eisenach nieder, wo ihr Sohn Wolfgang geboren wurde. Mit 22 Jahren (1886/87) ließ sich d’Albert auf seinem Grundstück (Bornstraße 9) ein exzentrisches Gartenhaus – die Villa d’Albert – errichten. Das gemeinsam mit dem Coburger Architekten Julius Martinet unter Einfluss der Hannoverschen Schule erstellte Turmhaus, bestehend aus nur drei übereinander angeordneten prachtvollen, durch Wendeltreppe miteinander verbundenen Zimmern, nutzte er für das ungestörte Komponieren, etwa an der Oper Der Rubin.

„In seiner Jugend hat er wallendes Haar und trägt meist eine eng anliegende Hose aus grünem Jägerstoff. Er ist begeisterter Dreiradfahrer. Nur vegetarisches Essen nimmt der Gesundheitsbewusste zu sich. Gern genießt er ein Gläschen Wein. In der Stadt wird er selten gesehen, denn eine engere Beziehung unterhält der schüchterne d’Albert nur mit Oberbürgermeister Dr. Georg Eucken. Er ist romantisch und träumerisch veranlagt, was sich nicht zuletzt am Bau des Gartenhauses zeigt…“

Die ersten eigenen Kompositionen erschienen in dieser Zeit, darunter die Klaviersuite d-Moll op. 1 (1883), sein erstes Klavierkonzert (1884), die Sinfonie F-Dur (1886) und das erste Streichquartett (1887). In dieser Zeit galt d’Albert als der bedeutendste Pianist der Gegenwart. Regelmäßig trat er als Gastdozent und Solist bei Konzerten im Berliner Klindworth-Scharwenka-Konservatorium auf. Noch nach seinem Wegzug von Eisenach 1889 kam er auch nach Eisenach zu Konzerten, wobei die Eisenacher Tagespost 1914 die „Zauberhände eines Begnadeten“ rühmte.

1893 wandte sich d’Albert mit dem Chorwerk Der Mensch und das Leben nach Otto Ludwig erstmals der Vokalmusik zu. Im selben Jahr wurde seine erste Oper Der Rubin nach Friedrich Hebbel uraufgeführt. Wie ihre Nachfolger Ghismonda (1895) und Gernot (1897) stand sie unter dem Einfluss Richard Wagners. Der heitere Einakter Die Abreise (1898) zeigte bereits eine eigene musikalische Sprache, doch der Durchbruch als Opernkomponist gelang erst mit Tiefland (1903), seiner meistgespielten Oper. Mit diesem Werk schuf d’Albert eine deutsche Variante des italienischen Verismus, die auch sein weiteres Opernschaffen bestimmte.

D’Albert schrieb 21 Opern und vernachlässigte für diese Arbeit mehr und mehr sein Klavierspiel, doch konnte er den Tiefland-Erfolg nicht wiederholen. Unter den späteren Werken ragen Die toten Augen (1916) und Der Golem (1926) heraus.

D’Albert war sechsmal verheiratet, unter anderem mit der Sängerin Hermine Finck und der Pianistin und Komponistin Teresa Carreño, mit der er 1891 bis 1895 in der Villa Teresa in Kötitz, (heute Stadtteil von Coswig) bei Dresden lebte. Für die Scheidung von seiner sechsten Frau reiste d’Albert aus rechtlichen Gründen nach Riga, wo er 1932 starb. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Morcote (Schweiz). (Wikipedia)

Discography

Tiefland
Eugen d’Albert · 1952
Tiefland (Ausschnitte - Excerpts - Extraits)
Eugen d’Albert · 1953
Tiefland
Eugen d’Albert · 1957
C-Dur Cellokonzert / Arpeggione-Sonate A-Moll / Mouvement Perpétuel
Eugen d’Albert · 1964
Tiefland (Querschnitt)
Eugen d’Albert · 1964
Tiefland
Eugen d’Albert · 1965
Tiefland
Eugen d’Albert · 1965
Tiefland (Opernquerschnitt)
Eugen d’Albert · 1965
Piano Concerto No. 2 In E Major, Op 12 / Piano Concerto No.1, In F Sharp Minor, Op. 72
Eugen d’Albert · 1974
Konzert C-Dur Für Cello Und Orchester Op. 20 / Konzert A-Moll Für Cello Und Orchester Op. 33
Eugen d’Albert · 1984
Piano Concerto No 1 In B Minor (First Recording) / Piano Concerto No 2 In E Major
Eugen d’Albert · 1994
Album cover
The Romantic Piano Concerto, Volume 9: Piano Concerto no. 1 in B minor / Piano Concerto no. 2 in E major
Eugen d’Albert · 1994
Legendary Performers vol. 7: Wilhelm Furtwängler
Eugen d’Albert · 1995
Die Abreise
Eugen d’Albert · 1997
Solo Piano Music
Eugen d’Albert · 1997
Solo Piano Music
Eugen d’Albert · 1997
The 2 String Quartets
Eugen d’Albert · 1997
Die Abreise
Eugen d’Albert · 1998
Piano Concertos nos. 1 and 2 / Overture: Esther
Eugen d’Albert · 1998
Die toten Augen
Eugen d’Albert · 1999
Tiefland
Eugen d’Albert · 2003
Tiefland
Eugen d’Albert · 2003
Lamond: Symphony in A major / Concert Overture “From the Scottish Highlands” / D’Albert: Overture to Esther, op. 8
Eugen d’Albert · 2004
Tiefland
Eugen d’Albert · 2004
Tiefland
Eugen d’Albert · 2004
Album cover
The Romantic Cello Concerto, Volume 1: Dohnányi: Konzertstück in D major, op. 12 / Enescu: Symphonie concertante in B-flat minor, op. 8 / D’Albert: Cello Concerto in C major, op. 20
Eugen d’Albert · 2005
Die toten Augen
Eugen d’Albert · 2008
Symphony op. 4 / Seejungfräulein op. 15
Eugen d’Albert · 2009
Album cover
Bach Piano Transcriptions 8
Eugen d’Albert · 2010
Symphony in F Major / Symphonic Prelude to Tiefland
Eugen d’Albert · 2013
Aschenputtel (Cinderella) Suite
Eugen d’Albert · 2014
The String Quartets
Eugen d’Albert · 2015
Concerto no. 1, op. 32
Eugen d’Albert · 2016
String Quartets 1 & 2
Eugen d’Albert · 2016
Masters of the Roll: Rare Original Recordings From the Reproducing Piano by the Great masters of Classical Piano 1904 - 1935: A 32 CD Catalogue: Disc 11
Eugen d’Albert · 2017
Die Abreise
Eugen d’Albert · —
Tiefland
Eugen d’Albert · —
Tiefland (Großer Querschnitt)
Eugen d’Albert · —

Credits